Parteien antworten auf HRK-Fragen zur Hochschulpolitik

Hochschulpolitik war kein Thema beim gestrigen TV-Duell zwischen Kanzlerkandidat Martin Schulz und Kanzlerin Angela Merkel. Gut, dass die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) bei den großen deutschen Parteien nachgefragt hat, wie sie mit Blick auf die Bundestagswahl zu aktuellen Fragen aus Hochschul- und Wissenschaftspolitik stehen.

Grundlage war das HRK-Eckpunktepapier "Die Hochschulen als zentrale Akteure in Wissenschaft und Gesellschaft", auf dessen Basis zehn Fragen, die "Wahlprüfsteine" entwickelt wurden: Fragen etwa zur künftigen Finanzierung des Hochschulsystems oder zu Fördermaßnahmen für den wissenschaftlichen Nachwuchs, zum Urheberrecht, BAföG oder zur Integration von Geflüchteten.

Darauf geantwortet haben in kurzen und prägnanten Statements die Vorsitzenden der sechs Parteien Alternative für Deutschland (AfD), Bündnis 90/Die Grünen, Christlich Demokratische Union Deutschlands und Christlich-Soziale Union in Bayern (CDU/CSU), Die Linke, Freie Demokratische Partei (FDP) sowie die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD). Angefragt habe man, so die HRK auf ihrer Homepage, all jene "Parteien, die eine realistische Chance auf Einzug in den nächsten Bundestag haben". Allerdings zeigte sich HRK-Präsident Prof. Dr. Horst Hippler enttäuscht angesichts der Antworten der Parteien insbesondere im Bereich Finanzierung und bei der Stärkung der wissenschaftlich-digitalen Infrastruktur.

Pressemitteilung HRK

Die Fragen des HRK und die Antworten der Parteien zum Nachlesen